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Klärschlamm-Anwendungsbestimmungen

Voraussetzungen für das Aufbringen von Klärschlamm:

  • Keine Beeinträchtigung der Bodenfruchtbarkeit
  • Keine Verunreinigung von Gewässern
  • Interessen der Gesundheit, der Landwirtschaft und Forstwirtschaft sowie des Natur- und Umweltschutzes dürfen nicht verletzt werden.
Beschaffenheit des Klärschlammes

  • Untersuchung des KS durch Untersuchungsanstalt oder Ziviltechniker
    • vor erstmaliger Abgabe und
    • nach EG/VO festgelegten Zeiträumen
  • Grenzwerte laut VO
  • Zuordnung der Klärschlamme in Güteklasse I oder II aufgrund von Schadstoffgehalten
  • Auf landwirtschaftlichen Flächen nur stabilisierter Klärschlamm
    (leicht zersetzbare organische Stoffe sind abgebaut)
Beschaffenheit der Aufbringungsfläche

  • Untersuchung der Aufbringungsfläche durch Untersuchungsanstalt oder Ziviltechniker
    • vor der erstmaligen Aufbringung von Klärschlamm
    • nach 10 Jahren
    • wenn > 15 t Trockenmasse/ha seit der letzten Bodenuntersuchung aufgebracht wurden
  • Kosten der Boden- und Klärschlamm-Untersuchung hat der Anlagenbetreiber zu tragen
  • Aufzeichnungspflicht: Aufbewahrung der Untersuchungszeugnisse mindestens 10 Jahre
Ausbringung von Klärschlamm

  • Auf Ackerflächen nur vor der Saat
  • Auf Wiesen und Weiden nach letzter Nutzung im Herbst
  • Auf Wiesen auch  bei Vegetationsbeginn
Die zulässige Klärschlammmenge hängt ab von

  • Nährstoffbedarf der Kultur
  • Nährstoffgehalt des Bodens
  • Ernterückstände, andere Düngemittel
  • Standortbedingungen (Bodenempfindlichkeit)
  • Inhaltsstoffen laut Klärschlammuntersuchung
Ausbringungsverbot von Klärschlamm und Müllkompost

  • auf Gemüse-, Heilkräuter- und Beerenobstkulturen
  • auf Wiesen und  Weiden mindestens vier Wochen vor der ersten Mahd bzw. ihrer Beschickung mit Weidevieh bis zur letzten Nutzung im Herbst
  • auf Feldfutter- oder Holzgewächsflächen
  • in Naturschutz- und Feuchtgebieten
  • auf Böden in Hanglage mit Abschwemmgefahr
  • auf wassergesättigten, schneebedeckten, durchgefrorenen Böden